Vereinigtes Königreich
Das Vereinigte Königreich ist ein Inselstaat bestehend aus den Ländern England, Schottland, Nordirland und Wales. Im Südosten Großbritanniens dehnt sich eine wellige Hügellandschaft aus, die im Osten bei den Fens, noch flacher wird. Im Norden und Westen gibt sich die Landschaft rauer.
Hügel und Berge prägen das Bild im nördlichen Zentrum von England, großen Teilen von Wales, im Süden und Norden Schottlands und Teilen Nordirlands. In Südengland erstreckt sich eine wasserreiche Ebene mit Seen und Torfmooren, gesäumt von Bergketten und Steilküsten. Die Republik Irland trat – wie auch Großbritannien – 1973 der Europäischen Gemeinschaft bei.
Großbritannien hat – im Unterschied zu Irland – die gemeinsame Währung noch nicht übernommen, ist aber ansonsten ein wichtiges Mitglied der Europäischen Union. Seit 1994 ist das Land durch den Eurotunnel mit dem Festland verbunden. 90 % der Bevölkerung Großbritanniens leben in Groß- oder Kleinstädten. Die Ballungszentren liegen im Südosten sowie rund um Birmingham, Manschester, Leeds, Glasgow und Belfast.
Am dünnsten besiedelt sind die Schottischen Highlands, wo es deutlich mehr Schafe als Menschen gibt und das Hochland im Nordosten von England und Wales. Die irische Bevölkerung verteilt sich gleichmäßiger über das Land, dennoch leben 60 Prozent in städtischen Gebieten. Während viele traditionelle Industriezweige in Großbritannien an Bedeutung verloren, wuchs der Dienstleistungssektor, in dem heute drei Viertel aller Erwerbstätigen arbeiten.
Maschinenbau, chemische Industrie, Textil-, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Hauptanbauprodukte sind Getreide – vor allem Weizen und Gerste -, Kartoffel, Zuckerrüben und Raps. In Irland erzielt die Landwirtschaft ihre Erträge hauptsächlich aus Viehhaltung. Ende des 20. Jahrhunderts boomten die Textil-, Chemie-, Maschinenbau- und Computerindustrie.